Ein Gedanke lässt uns nicht los: Wir könnten in der Krebsprävention und -nachsorge weltweit deutlich weiter sein.
Fast 40 % der weltweiten Krebsfälle wären laut der WHO vermeidbar. 4 von 10 Diagnosen. Krebs ist nicht nur Schicksal, sondern in vielen Fällen auch das Ergebnis modifizierbarer Risiken wie Rauchen, Alkohol, hoher Body-Mass-Index, Bewegungsmangel und Luftverschmutzung. Dazu kommen Faktoren wie UV-Strahlung, Infektionserreger oder berufliche Expositionen. Insgesamt rund 30 beeinflussbare Risikofaktoren [1].
Es wirkt, als bewege sich Prävention zwischen Eigenverantwortung und staatlicher Zurückhaltung. Zwischen Aufklärung und der Angst vor Bevormundung. Prävention darf kein Randthema sein. Wir haben bereits die Möglichkeit zu gynäkologischen und urologischen Untersuchungen bis hin zum Lungenkrebsscreening ab April 2026. Diese Angebote wahrzunehmen, ist kein „Kann“, sondern eine Chance.
Ein zweites Thema, das uns besonders beschäftigt hat, ist die Nachsorge von Erwachsenen, die als Kinder an Krebs erkrankt waren. Die gute Nachricht: Die Heilungschancen bei vielen kindlichen Krebserkrankungen steigen stetig. Dennoch kämpfen viele der ehemaligen Patient:innen Jahre später mit Therapiefolgen, chronischen Erkrankungen oder Zweittumoren. Hier entsteht eine Versorgungslücke [2].
Patientenorientierte Medizin bedeutet für uns nicht nur innovative Therapien, sondern auch frühzeitige Aufklärung, zugängliche Vorsorgeangebote und eine kontinuierliche Begleitung über alle Lebensphasen hinweg.
Quellen:
[1] https://lnkd.in/duyeag_t
[2] https://lnkd.in/dRWmWj-s
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